Exkursionen

Stuttgart Exkursion - Teil 1: Weissenhofsiedlung

Im Zuge unseres Themenbereiches ARCHITEKTUR besuchten der Vierstünderkurs der Stufe 11 die Weissenhofsiedlung, um einen Eindruck moderner Architektur zu bekommen und Ideen für unser Projekt zu sammeln.

 

Die Weissenhofsiedlung war eine experimentelle Siedlung am Weissenhof, die von der Stadt Stuttgart und dem Deutschen Werkbund, die als Lösung zur Bekämpfung der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg gedacht war. Sie war als Ausstellung angedacht, die die neue Architektur, neue Wohnungseinrichtungen und neue Baumethoden präsentieren sollte. Sie bestand aus verschiedenen Typen von Häusern: Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser, Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften, etc..

 

Sie wurde 1927 nach langwieriger Architekturauswahl in kürzester Zeit realisiert. Grundlage war der städtebauliche Plan von Ludwig Mies van der Rohe. Es arbeiteten mehrere Architekten und Designer an der Umsetzung der Siedlung. Unter ihnen zum Beispiel Le Corbusier, Max Taut, Adolf Schneck und weitere Architekten.

 

Nach 1927 polarisierte sie zwischen Avantgarde und Traditionalismus. Im Krieg wurde die Weissenhofsiedlung zum Teil zerstört, jedoch nach und nach rekonstruiert, sodass sie heute besichtig werden kann. Das Doppelhaus Haus LE CORBUSIER (Le Corbusier gilt als Wegbereiter der modernen Architektur!) beherbergt aktuell ein Museum auf der linken Seite. Die rechte Seite ist komplett so restauriert worden, wie sie auch 1927 zur Ausstellung aussah, sodass sie als begehbares Exponat dient.

 

Nähere Informationen: www.weissenhofmuseum.de



Stuttgart Exkursion - Teil 2: Staatsgalerie Stuttgart

Ebenfalls besuchten wir die Neue Staatsgalerie Stuttgart, die wir zuvor im Unterricht vorbereitet hatten.

 

Sie wurde von James Stirling konzipiert und vereint den Klassizismus und den Modernismus. James Stirling bekannte sich dazu, dass er der „langweiligen, sinnlosen, in keiner Weise engagierten und gesichtslosen Flexibilität und Unabgeschlossenheit der heutigen Architektur überdrüssig“ sei.

 

Die Neue Staatsgallerie (erbaut 1984) erweitert die bestehende Staatsgallerie, in der die Sammlung der alten Kunst zu finden ist.

 

Die Mitte des Gebäudes bildet eine Rotunde. Verkleidet sind die Außenwände mit Travertin- und Sandsteinplatten, welche streifenförmig angebracht sind. Im Kontrast zu dieser eher klassischen Fassade setzt Stirling als Materialkontrast High-Tech-Elemente, die dank Knalliger Farben sofort ins Auge fallen. Es sind zahlreiche Anspielungen auf die Architekturgeschichte zu sehen, die von Ägypten bis zu Le Corbusier reichen. Sie sind allerdings nur angedeutet und somit offensichtlich ironisch gemeint.



Basel und Weil am Rhein

Am ersten Tag der Exkursion unserer Vierstünder-Kurse der Stufen 11 und 12/13 stand die Besichtigung der Surrealismus-Ausstellung in der Fondation Beyeler in Basel auf dem Programm. Der Schwerpunkt unserer sehr ausführlichen und interessanten Führung lag auf den Werken von Louise Bourgeois. Im Anschluss konnten wir noch die vielen surrealistischen Kunstwerke - unter anderem viele Werke Max Ernsts – betrachten.

Da wir aus organisatorischen Gründen in zwei Gruppen aufgeteilt worden waren, hatte die Gruppe, die jeweils gerade nicht an der Führung durch die Ausstellung teilnahm, Zeit, sich mit dem Gebäude der Fondation, erbaut von Renzo Piano, gründlich auseinanderzusetzen.

Zunächst bestand unsere Aufgabe darin, den Grundriss des Museums ohne Hilfsmittel zu skizzieren. Außerdem sollten wir die Absicht des Architekten, das Gebäude mit der umgebenden Natur in Verbindung zu bringen, anhand verschiedener Merkmale erfassen.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir nach einem kurzen Abstecher in die Carhartt-Galerie in Weil am Rhein, wo Street-Art junger Künstler ausgestellt wird, den Vitra-Campus.

Auf dem Firmengelände der Vitra findet man Gebäude vieler namhafter zeitgenössischer Architekten. Zum einen besichtigten wir das ehemalige Feuerwehrhaus, welches von Zaha Hadid entworfen wurde. Ihr dekonstruktivistischer Baustil bewirkt beim Betrachter eine irreführende und damit aufmerksamere Raumwahrnehmung. Besonders auffällig fanden wir ihre Beschränkung im Baumaterial auf Beton, Metall und Glas und ihre Reduzierung auf lediglich zwei farblich gefasste Wände, die dem ansonsten vorherrschenden Beton kontrapunktisch gegenüber gestellt sind.

Danach besichtigten wir den Konferenzpavillon von Tadao Ando. Der Schwerpunkt der Führung lag einerseits auf Andos Ziel, dem Besucher des Pavillons durch eine offen gelegte Raumorganisation Orientierungshilfen zu bieten. Andererseits leitete uns die Führerin an, die Raumproportionen im Zusammenhang mit ihrer Verortung im Gebäude und im umgebenden Park wahrzunehmen. Die geradlinige und zurückhaltende Architektur wirkt mit ihrer Reduktion auf die Materialien Beton, Glas und Holz und die drei geometrischen Grundelemente Kreis, Quadrat und Rechteck streng und harmonisch zugleich - im Vergleich zu Zaha Hadids Feuerwehrhaus gar asketisch.

Mit Hilfe des in der Führung erworbenen Wissens (Maße der Betonplatten, einziger Raum-winkel, der 60° und nicht 90° hat) konnten wir dann die Aufgabe, einen maßstabsgerechten Grundriss des Gebäudes zu erstellen, mit Leichtigkeit lösen.



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